Italien will mit Milliardenhilfen Tourismus und Kultur unterstützen

Die öffentlichen Kassen sind leer, doch um die Wirtschaft anzukurbeln braucht es nunmal staatliche Hilfen. In Italien hat die Regierung von Ministerpräsident Conte nun ein zusätzliches Programm in Höhe von 55 Milliarden Euro beschlossen. Damit will man in Not geratene Bürger, Institutionen und Branchen unterstützen. Vor allem aber soll das Geld in den Tourismus fließen. Denn bislang gibt es für das Land keine Perspektive, wann wieder Gäste kommen dürfen. In vielen Urlaubsregionen wie auf Capri ist die Verzweiflung groß.

Die Leistungen sollen teils als direkte Hilfen, teils in Form von Steuererleichterungen gewährt werden. Größter Posten ist mit 2,4 Milliarden Euro ein Ferienbonus, mit dem italienische Familien für ihren Urlaub im eigenen Land bis zu 500 Euro als Rabatt auf Übernachtungskosten erhalten oder steuerlich geltend machen können. Beherbergungsbetriebe sollen insgesamt 150 Millionen für Erwerb und Wiederherstellung von Immobilien erhalten, um sie vor ausländischen Investoren zu schützen. Das Marketing italienischer Fremdenverkehrsziele wird mit 20 Millionen gefördert.

Einen Kulturfonds von 210 Millionen Euro stellt die Regierung für Büchereien, Verlage und private Museen sowie für ausgefallene kulturelle Veranstaltungen und Tagungen bereit. Staatliche Museen erhalten aus einem 100 Millionen Euro großen Fonds Ersatz für entgangene Ticket-Einnahmen. Mit zunächst weiteren 100 Millionen Euro werden Investitionen in das materielle und immaterielle Kulturerbe gefördert. Auch Kinos, Filmschaffende, Bühnen und Zirkusbetriebe können demnach mit umfassenden Hilfen rechnen.




Ersten Kommentar schreiben

Kommentar verfassen