OBDACHLOSEN INITIATIVE: Nothilfepäckchen für Obdachlose in der Corona-Krise

Mit täglich bis zu 2000 Nothilfepäckchen will die Berliner Stadtmission obdachlosen Menschen durch die Corona-Krise helfen. Dazu sei die Aktion «#nothilfeberlin» ins Leben gerufen worden, teilte die Stadtmission am Donnerstag mit. In der «Packstation 1» in der Cafeteria des Jugendgästehauses packen den Angaben zufolge acht Ehrenamtliche unter Anleitung eines Verantwortlichen die Päckchen, die dann an elf Standorten in der Stadt verteilt werden. Ein Notpäckchen enthält den Angaben nach zwei Sandwiches, Obst, einen halben Liter Wasser und ein Müsliriegel.

Auch verschiedene Gastronomen sowie die Berliner Verkehrsbetriebe unterstützen laut Stadtmission das Projekt und packen auf eigene Kosten die Päckchen für Bedürftige. Die Deutsche Bahn habe Teile der Logistik übernommen und Päckchen ausgeliefert. Die Ware stamme zum Teil von der Tafel, von Berliner Restaurants oder Hotels. Mit Spendengeldern werde gekauft, was noch fehlt. So würden jede Woche 8000 Wasserflaschen benötigt. «Mit 35 Euro können wir einen Menschen eine Woche lang mit Nothilfepäckchen versorgen», sagte Martin Zwick, der kaufmännische Vorstand der Berliner Stadtmission. Auf Berlins Straßen gebe es mehr als 2000 hungrige Menschen, die aktuell kaum noch schnorren oder sich Geld mit dem Sammeln von Pfandflaschen verdienen könnten.

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