Coronavirus: Gesundheitsminister Spahn appelliert an Bevölkerung bei Eindämmung zu helfen

Angesichts von mehr als 1100 Infizierten in Deutschland rät Gesundheitsminister Jens Spahn dringend, Verhaltensregeln zum Schutz vor dem Coronavirus einzuhalten und den Alltag entsprechend umzugestalten. Alle Meldungen: https://www.tagesschau.de/thema/coronavirus/, Karte mit Fallzahlen in Deutschland: https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-karte-deutschland-101.html , Karte zur globalen Ausbreitung: https://www.tagesschau.de/ausland/coronavirus-karten-101.html

Es liege in der Verantwortung jedes Einzelnen, dafür zu sorgen, dass sich die Ausbreitung des Virus möglichst verlangsamt. Das sei das oberste Ziel, um das Gesundheitssystem nicht über Gebühr zu belasten. „Dazu brauchen wir die gesamte Gesellschaft. Wir brauchen jeden einzelnen Bürger und jede einzelne Bürgerin.“

Es gälten dieselben Verhaltensregeln wie bei einer Grippe oder Erkältung, betonte Spahn. Doch abgesehen von den bekannten Hygienemaßnahmen müsse sich jeder Einzelne fragen, worauf er zum eigenen Schutz und auch zum Schutz von Mitbürgern „für ein paar Wochen oder Monate“ verzichten könne. Der Minister nannte in diesem Zusammenhang Konzert- oder Clubbesuche, Fußballspiele und auch Reisen. Arbeitnehmer sollten zudem Möglichkeiten des Homeoffice nutzen. Älteren Menschen riet Spahn, sich gegen Pneumokokken impfen zu lassen, um schwere Verläufe nach einer Ansteckung zu vermeiden.

Erneut appellierte Spahn an Veranstalter von großen Events mit mehr als 1000 Menschen, diese abzusagen. Er sprach sich aber dagegen aus, Kitas oder Schulen präventiv zu schließen. Die Debatte darüber hatte in den vergangenen Tagen an Fahrt aufgenommen. Experten wie der der Sprecher des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), Peter Walger, halten davon nichts. Allein die Probleme, die sich aus der damit nötigen Kinderbetreuung ergäben, stünden nicht im Verhältnis zum Nutzen, sagte der auf Infektiologie spezialisierte Facharzt.

Mehr Details zur gemeinsamen Pressekonferenz von Gesundheitsminister Spahn und des Robert-Koch-Instituts: https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-spahn-rki-105.html




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