Nach Angriff auf Soldaten in Syrien: NATO erklärt sich solidarisch mit Türkei

Nach dem Tod von mindestens 33 türkischen Soldaten bei einem syrischen Luftangriff in Nordsyrien wächst die Befürchtung eines Krieges des Nato-Mitglieds Türkei mit Syrien sowie dessen Schutzmacht Russland. Die EU forderte ein sofortiges Ende der Eskalation in Syrien. Es gebe das Risiko einer „größeren, offenen internationalen militärischen Konfrontation“, schrieb der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Freitag auf Twitter.

Idlib ist das letzte große Rebellengebiet in dem Bürgerkriegsland. Die Situation dort war jüngst eskaliert. Die Türkei unterstützt in dem Konflikt islamistische Rebellen. Mit Russland als Schutzmacht der syrischen Regierung hatte sie ein Abkommen getroffen, um in Idlib eine Deeskalationszone einzurichten, und hatte dort Beobachtungsposten eingerichtet. Eigentlich gilt auch eine Waffenruhe. In den vergangenen Wochen war Syrien mit russischer Unterstützung weiter in dem Gebiet vorgerückt. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht. Die humanitäre Lage ist dramatisch.

Angesichts der Eskalation des Konflikts kam der Nordatlantikrat der Nato am Freitag zu einem Sondertreffen zusammen. „Die Alliierten verurteilen die fortgesetzten rücksichtslosen Luftangriffe des syrischen Regimes und Russlands auf die Provinz Idlib“, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg danach. Er rief Syrien und Russland dazu auf, ihre Offensive zu beenden, internationales Recht zu achten und die Bemühungen der UN für eine friedliche Lösung zu unterstützen. „Diese gefährliche Situation muss deeskaliert werden.“ Das Treffen sei „ein deutliches Zeichen der Solidarität mit der Türkei“. Die Türkei sei ein geschätzter Alliierter in der NATO, ergänzte Stoltenberg. Ankara hatte um die Sondersitzung gebeten.

Mehr Informationen zum NATO-Sondertreffen rund um die Eskalation in Syrien: https://www.tagesschau.de/ausland/turkei-syrien-nato-105.html

Die NATO und der Syrien-Konflikt: Das Türkei-Dilemma der Allianz
https://www.tagesschau.de/ausland/turkei-syrien-nato-107.html




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