CORONA UND REISEN: Schulen sagen Klassenfahrten wegen Ansteckungsgefahr ab

Erste Schulen in Mecklenburg-Vorpommern haben wegen des neuartigen Coronavirus Klassenfahrten abgesagt. Das Gymnasium Carolinum in Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) verzichtet auf die für Anfang März geplanten Austausch-Programme mit den Partnerschulen in Italien und Südkorea. Man werde keine Schüler in Regionen fahren lassen, in denen jetzt schon wegen des neuen Coronavirus Schulen geschlossen seien, sagte Schulleiter Henry Tesch am Freitag. Zuvor hatte der «Nordkurier» über die Absage berichtet. Tesch zufolge sollten zwölf Schüler in die Region Piemont und drei nach Südkorea reisen.

Auch der First Lego League in Offenbach sei abgesagt worden. Vom Carolinum sollten zehn Schüler und zwei Lehrer nach Offenbach fahren. Das europäischen Finale mit 27 Teams aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Polen sollte am 6. und 7. März stattfinden.

Das Problem bei den Absagen sei, dass den Eltern und der Schule bereits Kosten entstanden seien. Es sei nicht klar, wer dafür aufkomme, da es für die Regionen noch keine oder nur eine eingeschränkte Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gebe. «Alle Teilnehmer der Programme bereiten die Fahrten langfristig vor und sehen sich jetzt in der Position, ihre Reisen stornieren zu müssen und dennoch auf den Reise- und Stornokosten sitzen zu bleiben», kritisierte Tesch. Die aktuelle Handhabung der Regierung bedeute für Schulen, dass sie in die akut vom Virus betroffenen Regionen fahren müssten, wenn sie keine finanziellen Einbußen haben wollten.

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