KRANKHEITEN: Fast jeder Zweite sucht Rat bei Dr. Google und bekommt Angst

Viele Menschen suchen im Internet nach Hilfe, wenn sie krank sind. Mit den Ergebnissen sind sie offenbar ziemlich zufrieden, wie eine Studie zeigt. Ärzte müssen lernen, damit besser umzugehen.
Dr. Google ist in. Fast die Hälfte aller Erwachsenen sucht einer neuen Studie zufolge regelmäßig im Internet nach medizinischem Rat – völlig unabhängig davon, ob sie nur eine kleine Hautirritation oder eine schwere, chronische Erkrankung haben.

Nach der Studie, die die Bertelsmann-Stiftung veröffentlich hat, haben 46 Prozent der Befragten, die sich in den vergangenen zwölf Monaten zu Gesundheitsthemen informiert haben, dafür das Internet genutzt.

Die Studie der Bertelsmann-Stiftung beruht auf einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage und auf Tiefeninterviews. Demnach informierten sich 58 Prozent dieser Internetnutzer vor einem Arztbesuch online, und 62 Prozent recherchierten nach einem Arzttermin noch im Web nach.
Bei der Bewertung der im Netz gefundenen Informationen durch die Patienten zeigt die Studie ein gemischtes Bild: Laut der repräsentativen Befragung sagen rund zwei von drei Befragten (65 Prozent), es sei schwierig zu erkennen, welche Informationen vertrauenswürdig sind und welche nicht. Jeder Zweite (51 Prozent) gab zudem an, die Fülle der Informationen verwirre.

In den Tiefeninterviews zeigte sich zudem, dass viele den im Netz gefundenen Informationen oft vorschnell vertrauen, wie Marion Grote-Westrick von der Bertelsmann-Stiftung sagt. Patienten würden kaum darauf achten, ob eine gefundene Information auch wissenschaftlich belegt sei. Entscheidend sei für die Patienten häufig eher, wie oft eine Information im Netz auftauche

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