Münchner Sicherheitskonferenz: Macron beklagt Schwäche des Westens

Bei seiner ersten Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron „eine Schwächung des Westens“ beklagt. Noch vor 15 Jahren habe man gedacht, „unsere Werte“ seien universell und würden die Welt immer regieren, sagte der 42-Jährige. Beim Blick auf die Welt von heute müsse man jedoch eine feststellen, dass der Westen in der globalen Ordnung geschwächt sei. Die USA würden seit einigen Jahren eine Politik verfolgen, die „einen gewissen Rückzug und ein Überdenken ihrer Beziehung zu Europa“ beinhalte.

US-Außenminister Mike Pompeo beschwor dagegen die Stärke des Westens und beteuerte, dass sich die USA nicht aus der transatlantischen Allianz zurückzögen. „Der Tod der transatlantischen Allianz ist extrem übertrieben“, sagte er. Pompeo rief die westlichen Partner zur Entschlossenheit auf: „Der Westen gewinnt, und wir gewinnen gemeinsam.“ Damit reagierte der US-Außenminister auf die Kritik von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: Dieser hatte zur Eröffnung der Konferenz ein düsteres Bild der Weltlage und der internationalen Zusammenarbeit gezeichnet. Auch er hatte Washington vorgeworfen, „der Idee einer internationalen Gemeinschaft eine Absage“ zu erteilen und ein stärkeres Engagement Deutschlands und Europas in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik gefordert.

Mehr Informationen zur Münchner Sicherheitskonferenz: https://www.tagesschau.de/inland/msc-macron-westen-101.html




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