Wahlnachlese: Warum wählen so viele junge Menschen in Thüringen die AfD?

Bei der Wahlnachlese aus dem ARD-Hauptstadtstudio spricht Lilly Wager mit Vera Wolfskämpf und Politikwissenschaftlerin Andrea Römmele über die Ergebnisse der Landtagswahl in Thüringen.

Hätten nur Über-60-Jährige gewählt – Linkspartei (40 Prozent) und SPD (zehn Prozent) könnten bequem eine Regierung bilden. Die Linkspartei ist also besonders bei älteren Wählern verwurzelt. Grüne/FDP hätten hingegen die Fünf-Prozent-Hürde gerissen. Auch die AfD schneidet hier mit 17 Prozent vergleichsweise schwach ab. 40 Prozent der Wahlberechtigten sind übrigens 60 Jahre alt oder älter, was die Gruppe sehr wichtig macht.

Anders ist das Bild bei den Unter-25-Jährigen: Hier sind Linkspartei (22 Prozent) und CDU (14 Prozent) viel schwächer als insgesamt, die Grünen aber mit 13 Prozent deutlich mehr als doppelt so stark. Nur elf Prozent der Wahlberechtigten sind aber jünger als 30 Jahre.

Vor allem bei der AfD ist der Bildungsgrad ein Faktor, ihr Wert liegt bei den einfach Gebildeten mit 27 Prozent gleich 13 Prozentpunkte vor dem bei den höher Gebildeten (16 Prozent). Diesen Unterschied gibt es – schwächer – auch bei der CDU, während die Grünen bei den höher Gebildeten deutlich besser abschnitten.

Mehr Infos: https://www.tagesschau.de/inland/thueringen-wahlsplitter-101.html




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