Chile: Mindestens zehn Tote bei Protesten

Mindestens zehn Tote, mehr als 1.500 Festnahmen, rund 9.400 Soldaten im Einsatz und mehr als 60 geplünderte Supermärkte: Die gewaltsamen Proteste in ganz Chile halten an. Der zunächst für die Hauptstadt ausgerufene Notstand gilt inzwischen für mehrere Städte im ganzen Land – und soll noch ausgeweitet werden. Gestern Abend wurden erneut Ausgangssperren in Santiago, Valparaíso, Concepción, Antofagasta und Coquimbo verhängt. Ursprünglicher Auslöser der Unruhen waren die von Präsident Sebastián Piñera wieder gestoppten Fahrpreiserhöhungen der U-Bahn. Inzwischen richten sich die Proteste aber grundlegend gegen wirtschaftliche und soziale Ungerechtigkeit im Land. „Wir befinden uns im Krieg gegen einen mächtigen, unversöhnlichen Feind“, sagte Piñera am Sonntagabend. Der Gegner sei bereit, grenzenlos Gewalt und Kriminalität einzusetzen. Es ist das erste Mal seit dem Ende der Diktatur unter General Augusto Pinochet 1990, dass in der chilenischen Hauptstadt das Militär patrouilliert.

Mehr Infos: https://www.tagesschau.de/ausland/chile-195.html




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