Dänemark entschuldigt sich bei misshandelten Heimkindern

Die dänische Regierung entschuldigt sich im Namen ihres Landes offiziell bei misshandelten Heimkindern. Die neue Ministerpräsidentin Mette Frederiksen will auf einer Veranstaltung im Sommersitz Marienborg am 13. August um Entschuldigung für die mangelnde Aufsicht der staatlichen Behörden bei den über Jahrzehnte hinweg aufgetretenen Missbrauchsfällen bitten.

Die Behörden hätten nichts getan, als einige der verwundbarsten Kinder der Gesellschaft misshandelt worden seien, erklärte die Regierungschefin. Das Geschehene sei nicht die Schuld der Kinder gewesen. „Deshalb ist es höchste Zeit, dass wir den Opfern eine Entschuldigung geben“, so Frederiksen.

Von 1946 bis 1976 waren Kinder im Knabenheim Godhavn im Norden der Region Seeland physischen, psychischen und auch sexuellen Übergriffen ausgesetzt gewesen, ohne dass der Staat eingegriffen hatte. Erst im Jahr 2005 waren die Fälle durch eine Dokumentation des dänischen Rundfunks ans Licht gekommen, 2011 legte ein Untersuchungsbericht das gesamte Ausmaß offen. Seitdem fordern die Opfer eine offizielle Entschuldigung.




Kommentar verfassen