Straßburg: Italiener Sassoli ist neuer Präsident des EU-Parlaments

Der italienische Sozialdemokrat David-Maria Sassoli ist zum neuen Präsidenten des Europaparlaments gewählt worden. Der 63-jährige ehemalige Fernsehjournalist wird Nachfolger des italienischen Christdemokraten Antonio Tajani. Er setzte sich gegen drei Mitbewerber durch, darunter die deutsche Grüne Ska Keller.
Auf Platz zwei landete der Tscheche Jan Zahradil von der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer.
Dass ein Sozialdemokrat in den ersten zweieinhalb Jahren der Legislaturperiode Parlamentspräsident wird, passt in die Absprache der EU-Staats- und Regierungschefs über die künftige Führung der Europäischen Union. Sie hatten ein Personalpaket entworfen, in dem alle Parteien vertreten sind. In der zweiten Hälfte der fünfjährigen Legislaturperiode soll dann ein Wechsel stattfinden: Dann soll die christdemokratische Europäische Volkspartei (EVP) zum Zuge kommen und den Parlamentspräsidenten stellen.
Wegen dieser Absprache hatte die EVP jetzt auch auf einen eigenen Kandidaten bei der Präsidentenwahl verzichtet. Damit stützte sie Sassolis Kandidatur. Diese Gipfelabsprache ging also auf.




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