#kurzerklärt: Was ist 5G?

Die längste Auktion von deutschen Mobilfunkfrequenzen spült dem Bund deutlich mehr Geld in die Kassen als angenommen. Die vier Provider – die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 Drillisch – bezahlen für die 5G-Frequenzblöcke insgesamt 6,55 Milliarden Euro, wie die Bundesnetzagentur mitteilte. Fachleute hatten nur mit 3 bis 5 Milliarden Euro gerechnet. Mit dem Ende der Auktion wurde ein wichtiger Meilenstein zur Einführung der fünften Mobilfunkgeneration für das schnelle Internet (5G) erreicht.

Das Geld geht an den Bund, der es in die Digitalisierung stecken will – damit soll beispielsweise der Breitbandausbau auf dem Land gefördert werden. Bei der Mobilfunk-Auktion 2015 waren 5,08 Milliarden Euro erlöst worden. Ein Grund für den jetzt höheren Wert: Diesmal nahmen vier und nicht wie 2015 nur drei Netzbetreiber teil. Der Neueinsteiger Drillisch erwies sich als zahlungsfreudiger Mitbieter.

Von den 41 Frequenzblöcken entfallen die meisten auf die Deutsche Telekom – der frühere Staatsmonopolist konnte 13 Blöcke abräumen und muss dafür 2,17 Milliarden Euro zahlen. Auf Vodafone entfallen 12 Blöcke für 1,88 Milliarden Euro und auf Telefónica 9 für 1,42 Milliarden Euro. Drillisch konnte sich 9 Blöcke für 1,07 Milliarden Euro sichern – die Tochterfirma des rheinland-pfälzischen Konzerns United Internet hat bisher kein eigenes Netz, stattdessen nutzt sie bisher Antennen der Konkurrenz.

Große Erwartungen wurden vor allem durch die Politik geschürt, dass schon bald 5G an jeder „Milchkanne“ verfügbar sei, dass es dadurch keine Funklöcher mehr geben solle und dass Deutschland zum „Leitmarkt“ für 5G werde. Stephan Ebmeyer erklärt, was der neue Mobilfunkstandard bedeutet.

Mehr zur 5G-Versteigerung: https://www.tagesschau.de/inland/bundesnetzagentur-5glizenzen-101.html

Fragen und Antworten zu 5G: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/5g-versteigerung-103.html




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